Psalm 139, 1 – 14

Herr, du allein kennst mich wirklich!

Für den Dirigenten1. Von David. Ein Psalm. Herr, du hast mich erforscht und kennst mich ´ganz genau`.

Wenn ich mich setze oder aufstehe – du weißt es; meine Absichten erkennst du schon im Voraus.

Ob ich gehe oder liege, du siehst es2, mit all meinen Wegen bist du vertraut.

Ja, noch ehe mir ein Wort über die Lippen kommt, weißt du es schon genau, Herr.

Von allen Seiten umschließt du mich und legst auf mich deine Hand.

Ein unfassbares Wunder ist diese Erkenntnis für mich; zu hoch, als dass ich es je begreifen könnte.

Wohin könnte ich schon gehen, um deinem Geist zu entkommen, wohin fliehen, um deinem Blick zu entgehen?

Wenn ich zum Himmel emporstiege – so wärst du dort! Und würde ich im Totenreich mein Lager aufschlagen – dort wärst du auch!

Hätte ich Flügel und könnte mich wie die Morgenröte niederlassen3 am äußersten Ende des Meeres,

so würde auch dort deine Hand mich leiten, ja, deine rechte Hand würde mich halten!

11 Und spräche ich: »Nur noch Finsternis soll mich umgeben4, und der helle Tag um mich her soll sich verwandeln in tiefste Nacht!«,

12 dann wäre selbst die Finsternis nicht finster für dich, und die Nacht würde leuchten wie der Tag. Ja – für dich wäre tiefste Dunkelheit so hell wie das Licht!

13 Du bist es ja auch, der meinen Körper und meine Seele erschaffen hat5, kunstvoll hast du mich gebildet6im Leib meiner Mutter.

14 Ich danke dir dafür, dass ich so wunderbar erschaffen bin, es erfüllt mich mit Ehrfurcht. Ja, das habe ich erkannt7: Deine Werke sind wunderbar!

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